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Die künstliche Selektion von Broilerhühnern für kommerzielle Ziele wurde in den letzten Jahrzehnten in einem noch nie dagewesenen Ausmaß eingesetzt. Infolgedessen hat sich die Anzahl der Tage, die benötigte Gesamtfuttermenge und damit die benötigte Energie, um einen Broiler auf Schlachtgewicht zu bringen, dramatisch verringert. Die Futterbereitstellung ist der größte Umwelt-Hotspot der Geflügelindustrie; daher bildet das Verständnis der Wechselwirkungen zwischen der genetischen Veränderung der Vögel und deren Energieeffizienz den notwendigen Ausgangspunkt zur Quantifizierung und Vorhersage und damit zur Minderung der zukünftigen Umweltauswirkungen des Geflügelsektors. Diese Übersicht bewertet die Folgen der künstlichen Selektion für folgende Merkmale: Verdauungseffizienz, Körperzusammensetzung und Nutzung von metabolisierbarer Energie für Wachstum und Stoffwechselaktivität. Die wichtigsten Ergebnisse waren (1) Das Verdauungssystem hat in den letzten Jahrzehnten aufgrund der Selektion wesentlich physische Veränderungen erfahren, jedoch hat dies nicht zu einer offensichtlichen Verbesserung der Verdauungseffizienz geführt. (2) Sowohl die täglich aufgenommene Energie als auch die Rate der metabolischen Wärmeproduktion haben in den letzten Jahrzehnten zugenommen, während (3) die Effizienz der Energieverwendung für das Wachstum ebenfalls gestiegen ist; dies ist auf eine erhöhte Wachstumsrate zurückzuführen, sodass Broiler schneller Schlachtgewicht erreichen und daher insgesamt weniger Energie für Stoffwechselprozesse, mit Ausnahme des Wachstums, aufwenden müssen. (4) Es könnte eine Reduzierung der Tendenz gegeben haben, Futter durch Verschütten zu verschwenden und energetisch teure Verhaltensweisen auszuführen. In der Literatur gibt es eine Diskrepanz hinsichtlich des Einflusses von Selektion auf die Körperzusammensetzung und deren Beitrag zur Futtereffizienz. In diesem Review werden zwei Szenarien aufgezeigt, in denen sich die Körperzusammensetzung entweder durch künstliche Selektion verändert hat oder nicht. Das Verständnis der Auswirkungen der künstlichen Selektion auf die Merkmale, die mit der Futtereffizienz der Broiler zusammenhängen, wird zur Reduzierung der Umweltbelastungen beitragen, die aus solchen Systemen resultieren.
Tallentire et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.