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HINTERGRUND: Epigenetische, genetische und molekulare Studien haben mehrere diagnostische und prognostische Marker in diffusen Gliomen identifiziert. Ihre Bedeutung für die Bewertung von WHO Grad II Gliomen muss noch speziell abgegrenzt werden. METHODEN: Wir analysierten Marker, einschließlich IDH-Mutation (IDHmut), 1p19q-Codeletion (1p19qcodel), ATRX-Expressionsverlust (ATRX-Verlust) und p53-Überexpression sowie die Ergebnisse bei 159 Patienten mit WHO Grad II Oligodendrogliom, Oligoastrozytom und Astrozytom (2003-2012). ERGEBNISSE: IDHmut wurde in 141 (91 %) und ATRX-Verlust in 64 (87 %) der IDHmut-noncodel Tumoren gefunden (p = 0,003). Alle codeletierten Tumoren (n = 66) waren IDHmut. Es wurden vier Subgruppen identifiziert: IDHmut-codel, 66 (43 %); IDHmut-noncodel-ATRX-Verlust, 60 (39 %); IDHmut-noncodel-ATRXwt, 9 (6 %); IDHwt, 14 (9 %). Das mediane Überleben zwischen den 4 Gruppen war signifikant unterschiedlich (p = 0,038), insbesondere in IDHmut-codel (mediane Überlebenszeit 15,6 Jahre) im Vergleich zu den verbleibenden 3 Gruppen (p = 0,025). Das Überleben nach Histologie war nicht signifikant. Das Gesamtüberleben (OS), jedoch nicht das progressionsfreie Überleben (PFS), war signifikant länger bei kompletter Tumorentfernung im Vergleich zur Biopsie (p = 0,042). Die Ergebnisse für Patienten mit subtotaler Resektion waren nicht signifikant unterschiedlich von denen mit Biopsie allein. Unter diesen einheitlich behandelten Patienten übersteigt das OS das PFS erheblich, insbesondere bei denen mit 1p/19q-Codeletion. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Für WHO Grad II diffuse Gliome sagt die molekulare Klassifikation unter Verwendung von 1p/19qcodel, IDHmut und ATRX-Verlust die Ergebnisse genauer voraus und sollte in die neuropathologische Bewertung integriert werden.
Leeper et al. (Freitag) haben diese Frage untersucht.