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HINTERGRUND: Gesundheitskompetenz (GK) ist bei chronischen Erkrankungen wichtig. Diese Übersichtsarbeit hatte das Ziel, die Literatur zu Prävalenz und Assoziationen von begrenzter GK bei chronischer Nierenerkrankung (CKD) zu bewerten. METHODEN: Sieben Datenbanken wurden mit Begriffen zu CKD und GK durchsucht. Studien wurden einbezogen, die die Prävalenz begrenzter GK unter Verwendung eines validierten Instruments bei Erwachsenen mit CKD beliebigen Schweregrads ermittelten. Das primäre Ergebnis war eine objektiv gemessene Prävalenz begrenzter GK in einer Population mit CKD. Das sekundäre Ergebnis waren die Assoziationen begrenzter GK. Zwei Gutachter beurteilten die Studienaufnahmen und -qualität. Die Prävalenzwerte wurden mit einem Zufallseffektmodell kombiniert, um die Gesamtprävalenz zu bestimmen. ERGEBNISSE: Achtzig zwei Studien wurden aus der Suche identifiziert, von denen sechs die Einschlusskriterien erfüllten. Die Gesamtzahl der Personen in allen Studien betrug 1405. Fünf Studien waren in Dialyse- oder Transplantationspopulationen, und alle stammten aus den USA. Es gab eine signifikante Heterogenität in der Prävalenz begrenzter GK von 9-32 % (Median 25 %, Interquartilsabstand 16 %). Die gepoolte Prävalenz begrenzter GK in allen Studien betrug 22,7 % (95 % Konfidenzintervall 20,6-24,8 %), aber die Heterogenität der Studien beschränkte die Generalisierbarkeit dieser kombinierten Prävalenz. Die Übersicht identifizierte Assoziationen zwischen begrenzter GK und sozioökonomischen Faktoren (geringere Bildung, geringeres Einkommen) sowie bestimmten Prozess- und Ergebnismessungen (geringere Wahrscheinlichkeit der Überweisung zur Transplantation, höhere Sterblichkeit). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Begrenzte GK ist unter Menschen mit CKD verbreitet und unabhängig mit sozioökonomischen Faktoren und Gesundheitsoutcomes assoziiert. Sie könnte ein wichtiger Determinant für Ungleichheit bei CKD darstellen.
Fraser et al. (Dienstag) untersuchten diese Frage.