Vorhersagt die globale longitudinale linksventrikuläre systolische Dehnung (GLS) die Prognose bei ambulanten Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz?
Die globale longitudinale Dehnung, die durch die 2D-Speckle-Tracking-Methode bewertet wurde, ist ein unabhängiger Prädiktor für Mortalität, Hospitalisierungen wegen Herzinsuffizienz und arrhythmische Ereignisse bei ambulanten Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz.
ZIELE: Die unabhängige prognostische Rolle von zweidimensionalen (2D) Dehnungsmaßen, die die globale longitudinale systolische Funktion des linken Ventrikels (LV) bei ambulanten Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz (CHF) widerspiegeln, zu bewerten. METHODEN UND ERGEBNISSE: Die globale longitudinale systolische Dehnung des linken Ventrikels (GLS) wurde bei 308 ambulanten Patienten mit CHF beurteilt, indem Standardansichten mit der 2D-Speckle-Tracking-Technik analysiert wurden. Während einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 26 ± 13 Monaten starben 37 Patienten (29 aus kardiovaskulären Gründen), 10 Patienten unterzogen sich einer Herztransplantation und 75 Patienten erlebten mindestens 1 Episode einer Krankenhausaufnahme aufgrund einer akuten dekompensierten Herzinsuffizienz (ADHF). Einunddreißig Patienten ohne anamnestische major ventrikuläre Arrhythmie-Ereignisse erlebten die Auftretens von Kammerflimmern und/oder Tachykardie oder plötzlichen Tod. Eine multivariate Cox-Regression-Analyse zeigte, dass GLS signifikant mit der Gesamtmortalität (HR: 1.15; 95%CI: 1.02-1.30; P: 0.026), kardiovaskulärem Tod (HR: 1.20; 95%CI: 1.04-1.39; P: 0.011), kardiovaskulärem Tod oder Herztransplantation (HR: 1.24; 95%CI: 1.09-1.41; P: 0.001), ADHF-bedingten Krankenhausaufenthalten (HR: 1.15; 95%CI: 1.05-1.25; P: 0.003) und Arrhythmien (HR: 1.17; 95%CI: 1.03-1.33; P: 0.018) assoziiert war. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Quantifizierung der longitudinalen systolischen Funktion des LV bei ambulanten CHF-Patienten basierend auf 2D-Speckle-Tracking-Analysen bietet einen neuen Parameter, der unabhängig den Patientenausgang vorhersagt und somit seine mögliche Rolle in der aktuellen klinischen Praxis stärkt.
Iacoviello et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.