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Obwohl Antibiotika bedeutende gesundheitliche Vorteile bei der Behandlung oder Prävention von bakteriellen Infektionen bieten, zeigt eine zunehmende Menge an Beweisen ihre schädlichen Auswirkungen auf die Homöostase zwischen Wirt und Mikrobiota, was eine ernsthafte Bedrohung für die globale öffentliche Gesundheit darstellt. In den letzten Jahren wird zunehmend deutlich, dass Säuglinge, die aufgrund ihrer Anfälligkeit für Infektionen häufig Antibiotika ausgesetzt sind, eine erhöhte Anfälligkeit für ein breites Spektrum von Krankheiten, einschließlich Infektionen, im späteren Leben aufweisen. Antibiotika verursachen Störungen der Mikrobiota oder Dysbiose, die wiederum die Immunantworten des Wirts gegen Krankheitserreger verändern. Im Vergleich zu Erwachsenen haben Antibiotikabehandlungen bei Säuglingen unverhältnismäßige Konsequenzen, da die Säuglingsmikrobiota ein sich entwickelndes System darstellt, das bis zum 2.-3. Lebensjahr instabil und unreif ist. Dennoch gibt es relativ wenig Wissen darüber, wie Antibiotika die Säuglingsmikrobiota und Immunität beeinflussen. In diesem Übersichtsartikel konzentrieren wir uns darauf, wie Antibiotikabehandlungsregime die angeborene und adaptive Immunität von Säuglingen gegen Krankheitserreger bei Menschen und Tiermodellen beeinflussen und den Wirt im späteren Leben anfällig für Infektionen machen. Es besteht ein dringender Bedarf, die Auswirkungen von Antibiotika auf die Immunfunktion von Säuglingen besser zu verstehen, was Implikationen für die Entwicklung effektiver Prophylaktika und Therapeutika gegen Krankheiten bei Säuglingen und Erwachsenen haben könnte.
Shekhar et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.