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Die Beurteilung der Urinkonzentrationen von Natrium, Chlorid und Kalium ist eine weit verbreitete, schnelle und kostengünstige diagnostische Option für die Behandlung kritisch kranker Patienten. Urinelektrolyte wurden lange Zeit in der diagnostischen Abklärung von Hypovolämie, Nierenverletzungen sowie Acid-Base- und Elektrolytstörungen vorgeschlagen. Aufgrund der breiten Spanne normaler Referenzwerte und der Herausforderungen bei der Interpretation ist ihre Verwendung jedoch umstritten. Um ihre potenzielle Rolle im Umgang mit kritischen Patienten zu klären, haben wir vorhandene Beweise zur Verwendung von Urinelektrolyten für diagnostische und therapeutische Bewertungen sowie Beurteilungen in kritischen Erkrankungen überprüft. Dieser Überblick beschreibt die normale Physiologie der Wasser- und Elektrolytausscheidung, fasst die Verwendung von Urinelektrolyten bei Hypovolämie, akuter Niereninsuffizienz, Acid-Base- und Elektrolytstörungen zusammen und schlägt einige praktische Flussdiagramme für die potenzielle Verwendung von Urinelektrolyten in der täglichen Intensivmedizin vor.
Umbrello et al. (Do.) haben diese Frage untersucht.