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ZIEL: Bewertung der Kurz- und Langzeitergebnisse nach robotergestützter Enukleation (REn) von Tumoren im proximalen Pankreas. HINTERGRUND: Trotz der Vorteile der Funktionserhaltung durch die Pankreas-Enukleation bestehen Kontroversen, da dies mit schweren Komplikationen, wie klinisch relevanten postoperativen Pankreasfisteln, insbesondere bei Durchführung in der Nähe des Hauptgallengangs, verbunden sein kann. Die Sicherheit und Wirksamkeit von REn in diesem Kontext sind größtenteils unbekannt. METHODEN: Eine retrospektive Analyse wurde an allen Patienten durchgeführt, die zwischen Januar 2005 und Dezember 2021 eine REn aufgrund von benignen und niedriggradig bösartigen Neoplasmen im Pankreaskopf und im uncinate Prozess erhielten. Klinikopathologische, perioperative und langfristige Ergebnisse wurden mit einer ähnlichen Gruppe, die eine offene Enukleation (OEn) erhielt, verglichen. ERGEBNISSE: Von 146 Patienten unterzogen sich 92 einer REn mit einer Nullkonversionsrate zur offenen Operation. REn war hinsichtlich kürzerer Operationszeit (90,0 Minuten vs. 120,0 Minuten, P< 0,001), vermindertem Blutverlust (20,0 mL vs. 100,0 min, P =0,001) und niedrigerer Rate klinisch relevanter postoperativer Pankreasfisteln (43,5% vs. 61,1%, P =0,040) der OEn überlegen. Die Rate an Galleleckagen, schweren Morbiditäten, 90-Tage-Mortalität und Dauer des Krankenhausaufenthalts waren zwischen den Gruppen vergleichbar. Es wurden keine post-REn Grad C POPF oder Grad IV/V Komplikationen identifiziert. Subgruppenanalysen für Tumoren des uncinate Prozesses und die Nähe zum Hauptpankreasgang zeigten keine schlechteren postoperativen Ergebnisse. In einer medianen Nachbeobachtungszeit von 50 Monaten waren die Ergebnisse von REn hinsichtlich Rückfallrate und pankreatischer endokriner oder exokriner Funktion mit denen von OEn vergleichbar. SCHLUSSFOLGERUNGEN: REn für Tumoren im Pankreaskopf und im uncinate Prozess verbesserte klinisch relevante Ergebnisse ohne erhöhte schwere Komplikationen im Vergleich zu OEn und zeigte vergleichbare langfristige onkologische und funktionelle Ergebnisse.
Ou et al. (Dienstag) untersuchten diese Frage.
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