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HINTERGRUND UND ZIELE: Die primäre Hyperoxalurie Typ I (PH I) wird durch einen Mangel des leberspezifischen Enzyms Alanin-Glyoxylat:Aminotransferase (AGT) verursacht. Viele Mutationen sind bekannt, die die Faltung des AGT-Proteins stören. Vitamin B6 (B6) ist das einzige spezifische Medikament, das zur Behandlung zur Verfügung steht. Obwohl B6 seit über 40 Jahren verwendet wird, fehlen kontrollierte Daten zur Wirksamkeit von B6. Daher untersuchte diese Studie die absolute und relative Veränderung der exkretierten Oxalatmenge (Uox) im Urin unter steigenden Dosierungen von B6, die erste prospektive Studie, die dies tat. DESIGN, EINSTELLUNG, TEILNEHMER UND MESSUNGEN: Die B6-Reaktion wurde bei 12 Patienten (7 männliche Patienten) mit genetisch bestätigter PH I (3 homozygot für Gly170Arg, 5 heterozygot für Gly170Arg und/oder Phe152Ile, und 4 negativ für Gly170Arg und/oder Phe152Ile Mutationen) und nicht beeinträchtigter Nierenfunktion untersucht. Die Wirksamkeit wurde als eine relative Reduktion der Uox-Ausscheidung um 30% definiert. B6 wurde oral verabreicht, beginnend mit 5 mg/kg Körpergewicht pro Tag und in Schritten von 5 mg/kg alle 6 Wochen bis zu einer finalen Dosierung von 20 mg/kg pro Tag in Woche 24. Uox und Serum-B6-Spiegel wurden alle 6 Wochen gemessen. ERGEBNISSE: Die durchschnittliche relative Uox-Reduktion betrug 25,5%. Uox fiel von 2,09±0,55 (Mittelwert±SD) zu Beginn auf 1,52±0,60 mmol/1,73 m(2) pro Tag (P=0,01) in Woche 24. Die Serum-B6-Spiegel stiegen von 22,5±8,7 auf 1217±776 ng/ml (P<0,001). Sechs Patienten zeigten eine relative Reduktion der Uox um ≥30% in Woche 24. SCHLUSSFOLGERUNG: Diese erste prospektive Studie bestätigte die Wirksamkeit von B6 bei 50% der Patienten (drei von drei Homozygoten, einer von fünf Heterozygoten und zwei von vier Patienten negativ für die Gly170Arg und/oder Phe152Ile Mutationen). Interessanterweise wurde keine vollständige biochemische Remission beobachtet, selbst nicht bei den homozygoten Gly170Arg-Studienteilnehmern. Zukünftige Studien sind erforderlich, um mehr über die genotypbezogene B6-Reaktion und den B6-Stoffwechsel zu erfahren.
Hoyer‐Kuhn et al. (Fr,) untersuchten diese Frage.
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