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Die Cytomegalovirus (CMV)-Infektion ist bei Menschen verbreitet. Das Virus tritt dann in eine "Latente Phase" ein und kann durch verschiedene Stimuli wie Immunsuppression reaktiviert werden. Die klinische Bedeutung der CMV-Infektion bei entzündlichen Darmerkrankungen ist unterschiedlich bei Morbus Crohn (CD) und Colitis ulcerosa (UC). CMV beeinträchtigt nicht den klinischen Verlauf von CD. Allerdings ist die CMV-Reaktivierung häufig bei schwerer oder steroidresistenter UC. Es ist nicht bekannt, ob das Virus die Krankheit verschlimmert oder einfach als Begleiter einer schweren Erkrankung auftritt. Unterschiedliche Methoden werden verwendet, um eine CMV-Kolitiserkrankung zu diagnostizieren. Die Diagnose stützt sich klassischerweise auf die histopathologische Identifizierung von viral infizierten Zellen oder CMV-Antigenen in biopsierten Geweben mittels Hämatoxylin-Eosin oder immunhistochemischen Verfahren; andere Tests von Blut- oder Gewebeproben werden derzeit untersucht. Die Polymerase-Kettenreaktion, die in der Dickdarmschleimhaut durchgeführt wird, hat eine hohe Sensitivität, und ein positives Ergebnis könnte mit einer schlechteren Prognose der Erkrankung assoziiert sein; weitere Studien sind erforderlich, um die geeignetste Strategie bei positivem CMV-DNA in der Dickdarmschleimhaut zu bestimmen. Spezifische endoskopische Merkmale wurden bei aktiver UC und CMV-Infektion nicht beschrieben. CMV-Kolitiserkrankung wird normalerweise mehrere Wochen lang mit Ganciclovir behandelt; es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob die immunsuppressive Therapie fortgesetzt oder abgebrochen werden sollte. Andere antivirale Medikamente können verwendet werden. Multizentrische kontrollierte Studien wären notwendig, um zu bestimmen, welche Untergruppe von UC-Patienten von einer frühen antiviralen Behandlung profitieren würde.
Elena Azaola (Di,) hat diese Frage untersucht.