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Die klinische Bewertung des Krankheitsverlaufs bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) ist problematisch, da die Krankheit verschiedene Aspekte des zentralen Nervensystems betreffen und einen variablen Verlauf nehmen kann. Kürzlich haben wir Disease Steps entwickelt, einen einfachen Ansatz zur Bewertung des Krankheitsfortschritts. Zuvor haben wir festgestellt, dass Disease Steps einfach zu verwenden ist, gleichmäßig verteilte Werte aufweist und eine niedrige Inter-Rater-Variabilität hat. Unser aktuelles Ziel war es, die langfristige Anwendung von Disease Steps zusammen mit dem am häufigsten verwendeten klinischen Outcome-Maß in der MS, der erweiterten Behinderungsstatusskala (EDSS), zur Bewertung des klinischen Fortschritts zu testen. Über 4 Jahre wurden 804 Patienten sowohl mit EDSS als auch mit Disease Steps klassifiziert. Jeder Patient wurde mindestens zweimal beurteilt. Die Nachuntersuchungsergebnisse umfassten jährlichen Status und Zeit-zu-Ereignis-Analyse, die die medianen Verweildauern innerhalb eines Levels von Disease Steps oder EDSS untersuchte. Wir fanden, dass sich die beiden Skalen ähnlich verhielten und stark korrelierten. Sowohl bei Disease Steps als auch bei EDSS demonstrierten Patienten mit milderen Behinderungsgraden und schubförmiger verlaufender MS eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass sich die Werte im Laufe der Zeit änderten, sowie kürzere mediane Verweildauern im Vergleich zu stärker behinderten, chronisch fortschreitenden Patienten. Diese Ergebnisse haben wichtige Auswirkungen auf die Patientenauswahl in klinischen Studien und auf das Design zukünftiger Messungen klinischer Ergebnisse bei MS. Darüber hinaus könnte Disease Steps als einfaches, praktisches Instrument für den Allgemeinarzt dienen, um Patienten im Laufe der Zeit zu verfolgen und als Leitfaden in der therapeutischen Entscheidungsfindung zu fungieren. Unsere Ergebnisse dokumentieren zudem den allgemein progressiven Charakter der MS, wenn eine große Kohorte über einen längeren Zeitraum in einer MS-Spezialklinik verfolgt wird.
Hohol et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.
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