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Die Erkennung von keimbahn- und somatischen pathogenen/wahrscheinlich pathogenen Varianten (PV/LPV) in BRCA-Genen ist derzeit eine Voraussetzung für die Verwendung von PARP-Inhibitoren in verschiedenen Behandlungsszenarien unterschiedlicher Tumore. Ziel unserer Studie war es, den am besten geeigneten Testablauf bei Patienten mit epithelialem Ovarialkarzinom (EOC) unter Verwendung von Keimbahn- und Tumorgenotypisierung der BRCA- und anderer erblich bedingter Brust- und/oder Eierstockkrebs (HBOC) Anfälligkeitsgene zu bestimmen. In die Studie wurden aufeinanderfolgende Patienten mit fortgeschrittenem nicht-muzinösen EOC, die auf platinhaltige Chemotherapie ansprachen, einbezogen. DNA, die aus Blut und FFPE-Tumorgewebe extrahiert wurde, wurde mithilfe von NGS-Panels TruSightCancer/Hereditary und TruSight Tumor 170 genotypisiert. Unter 170 EOC-Patienten hatten 21,8 % BRCA-keimbahn- oder somatische PV/LPV, und zusätzlich hatten 6,4 % PV/LPV in anderen HBOC-Genen. Die Sensitivität der Tumorgenotypisierung zur Erkennung von keimbahn PV/LPV lag bei 96,2 % für BRCA-Gene und bei 93,3 % für HBOC-Gene. Mit einer Strategie, die nur die Keimbahn-Genotypisierung verwendet, wurden 58,8 % der HBOC PV/LPV und 68,4 % der BRCA PV/LPV erkannt. Mit einer Strategie, die nur Tumorgenotypisierung verwendet, wurden 96,1 % der HBOC PV/LPV und 97,4 % der BRCA PV/LPV erkannt. Die Genotypisierung des Tumors zuerst, gefolgt von der Keimbahn-Genotypisierung, scheint ein vernünftiger Ansatz zur Erkennung von PV/LPV in Brust- und/oder Eierstockkrebsanfälligkeitsgenen bei nicht-muzinösen EOC-Patienten zu sein.
Stegel et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.