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HINTERGRUND: Als eine erhebliche Bedrohung für die Austernindustrie ist das Sterblichkeitssyndrom der Pazifischen Auster (POMS) eine polymikrobielle Krankheit, die die wichtigsten Austernarten betrifft, die weltweit gezüchtet werden. POMS betrifft Auster-Juvenile und wurde im letzten Jahrzehnt pandemisch, jedoch haben sich bei einigen Auster-Genotypen Resistenzen gegen POMS entwickelt. Während wir einige genetische Loci kennen, die mit Resistenzen assoziiert sind, sind die zugrunde liegenden Mechanismen uncharakterisiert geblieben. Daher haben wir einen vergleichenden transkriptomischen Ansatz entwickelt, der die basalen Genexpressionsprofile zwischen verschiedenen biparentalen Austernfamilien mit kontrastierenden Phänotypen bei der Konfrontation mit POMS (resistent oder anfällig) nutzt. ERGEBNISSE: Wir haben gezeigt, dass POMS-resistente Austern eine differentielle Expression von Genen aufweisen, die an Stressreaktionen, Proteinmodifikationen, der Aufrechterhaltung der DNA-Integrität und -Reparatur sowie an immunologischen und antiviralen Wegen beteiligt sind. Wir fanden Ähnlichkeiten und klare Unterschiede zwischen verschiedenen molekularen Wegen in den unterschiedlichen resistenten Familien. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Widerstandsprozess polygen ist und teilweise je nach Auster-Genotyp variiert. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Wir fanden Unterschiede in den basalen Expressionsniveaus von Genen, die mit den TLR-NFκB-, JAK-STAT- und STING-RLR-Wegen in Verbindung stehen. Diese Unterschiede könnten die bessere antivirale Reaktion sowie die Robustheit der resistenten Austern bei der Konfrontation mit POMS erklären. Da einige dieser Gene wertvolle Kandidaten für die selektive Zucht darstellen, schlagen wir vor, dass zukünftige Studien deren Funktion weiter untersuchen sollten.
Lorgeril et al. (Mon.) untersuchten diese Frage.