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In den letzten Jahren haben wir immer mehr über die wachsende russische Präsenz in Afrika gehört, was für viele Menschen seltsam erscheinen mag. Diejenigen jedoch, die die Geschichte des Schwarzen Kontinents kennen, wissen auch, dass die russische Präsenz kein neues Phänomen ist. Afrika war während des Kalten Krieges ein wichtiger Ort, an dem die Sowjetunion nicht nur mit den Vereinigten Staaten von Amerika, sondern auch mit China konkurrierte. Für diejenigen, die die robust wachsenden Afrika-Politiken der USA und Chinas beobachteten, hätte es nach dem Ende des klassischen Kalten Krieges den Anschein gehabt, dass die Russen sich hinter die Grenzen ihres Landes zurückgezogen und den Schwarzen Kontinent zugunsten ihrer bisherigen Rivalen aufgegeben hätten. Dies geschah jedoch nicht, da die Russen ihre diplomatischen Missionen nicht schlossen, wie sie es in den ehemaligen sozialistischen Ländern Osteuropas taten. Darüber hinaus spielten die Russen eine Schlüsselrolle in den UN-Friedensmissionen in Afrika, wo sie zusammen mit den Ukrainern die notwendigen Lufttransportkapazitäten bereitstellten. Heute wird offensichtlich, dass nicht nur eine neue Form des Kalten Krieges zwischen dem Westen und Russland wieder aufgenommen wurde, sondern auch die Tatsache, dass der russische “Rückzug” nur vorübergehend war. Die Beziehungen zu afrikanischen Ländern werden nicht nur für die Russen, sondern auch für die Afrikaner zunehmend wichtig, die nicht mehr zwischen dem amerikanischen und dem chinesischen Entwicklungsweg wählen müssen. Obwohl die USA und China Russland in der jüngeren Vergangenheit nicht als Wettbewerber betrachteten, hat sich die Situation unter Berücksichtigung der Ereignisse der letzten Jahre geändert. Wir müssen auch sehen, dass Russland – ähnlich wie China – in erster Linie ein Konkurrent der Interessen der US-Großmacht ist. China beabsichtigt, mit Russland zusammenzuarbeiten, anstatt zu konkurrieren, während es die Existenz des Wettbewerbs zwischen den beiden Ländern nicht leugnet. Ich möchte in meiner Studie ein Bild dieses Prozesses zeichnen, einschließlich des sich verändernden Kräfteverhältnisses in Afrika.
János Bésenyő (Mi,) hat diese Frage untersucht.