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Hintergrund: Zunehmende Antibiotikaresistenz erfordert therapeutische Alternativen. Hier untersuchten wir die Wirksamkeit der Bakteriophagen-Therapie (Phagen) allein oder in Kombination mit Antibiotika gegen experimentelle Endokarditis (EE) durch Pseudomonas aeruginosa, ein Beispiel für schwer zu behandelnde Infektionen. Methoden: In vitro wurden Fibrinblutgerinnsel und Ratten mit aortaler EE mit einem Antipseudomonas-Phagen-Cocktail allein oder in Kombination mit Ciprofloxacin behandelt. Die Phagen-Pharmakologie, therapeutische Wirksamkeit und Resistenz wurden bestimmt. Ergebnisse: In vitro tötete die einmalige Phagen-Therapie 7 log koloniebildende Einheiten (KBE)/g von Fibrinblutgerinnseln in 6 Stunden. Phagen-resistente Mutanten wuchsen nach 24 Stunden erneut, wurden jedoch durch die Kombination mit Ciprofloxacin (2,5 × minimale Hemmkonzentration) verhindert. In vivo tötete die einmalige Phagen-Therapie 2,5 log KBE/g von Vegetationen in 6 Stunden (P < 0,05), und behandelte erfolgreich 64 % (n = 7/11) der Ratten. Phagen-resistente Mutanten traten in vitro auf, jedoch nicht in vivo, wahrscheinlich weil resistente Mutationen bakterielle Oberflächenmerkmale beeinflussten, die für die Infektiosität wichtig sind (z. B. die Gene pilT und galU, die an Pilus-Motilität und LPS-Bildung beteiligt sind). Schlussfolgerungen: Die einmalige Phagen-Therapie war aktiv gegen P. aeruginosa EE und hoch synergistisch mit Ciprofloxacin. Phagen-resistente Mutanten hatten eine beeinträchtigte Infektiosität. Phagen-Therapie allein oder in Kombination mit Antibiotika verdient weitere klinische Überlegungen.
Oechslin et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.
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