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HINTERGRUND: Der Thymus wird schon lange als Ziel für die Wirkungen von androgenen Hormonen erkannt, doch erst kürzlich wurde festgestellt, dass Veränderungen der zirkulierenden Konzentrationen von gonadalen Steroiden die Thymusleistung von T-Zellen beeinflussen könnten. Wir hatten die Gelegenheit, Parameter der Thymuszellenausgabe bei mehreren hypogonadalen Männern zu untersuchen, die sich einer Androgenersatztherapie unterzogen. METHODEN: Zirkulierende naive (CD4+CD45RA+) T-Zellen wurden durch eine Durchflusszytometrie-Analyse von peripheren Blutmononuklearzellen quantifiziert. Zellen mit T-Zell-Rezeptor-Ausschlusszirkeln wurden unter Verwendung der Echtzeit-Polymerase-Kettenreaktion zur Amplifikation von DNA, die aus peripheren Blutmononuklearzellen gesunder Männer und von hypogonadalen Männern vor und nach der Testosteronersatztherapie isoliert wurde, quantifiziert. ERGEBNISSE: CD4+CD45RA+ (naive) T-Zellen machten 10,5% der Lymphozyten bei gesunden Männern aus; dieser Anteil war bei 2 hypogonadalen Männern stark erhöht (35,5% und 44,4%). Ein Mann wurde während der Behandlung mit physiologischen Dosen von Testosteron sequenziell untersucht. CD4+CD45RA+ Zellen fielen von 37,36% auf 20,05% nach 1 Monat und auf 12,51% nach 7 Monaten normalisierter Androgenspiegel. Bei 2 hypogonadalen Patienten fielen die Niveaus der T-Zell-Rezeptor-Ausschlusszirkeln um 83% und 78% nach der Androgenersatztherapie. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Unsere Beobachtungen deuten darauf hin, dass der hypogonadale Zustand mit einer erhöhten Thymusausgabe von T-Zellen assoziiert ist und dass dieser Anstieg der neu emigrierten Thymus-T-Zellen im peripheren Blut durch Androgenersatz umgekehrt wird.
Olsen et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.