Key points are not available for this paper at this time.
Der häufige Gebrauch von Notfallabteilung (ED)-Diensten wird oft als potenziell vermeidbarer Missbrauch von Ressourcen angesehen. Die zugrundeliegende Annahme ist, dass ähnliche und angemessenere Versorgung außerhalb von EDs zu geringeren Kosten angeboten werden kann. Um die Kosten zu senken und die angemessene Nutzung von Diensten zu fördern, gab es Bestrebungen, Interventionen zu gestalten, um die Gesundheitsnutzung häufiger Nutzer von EDs auf andere Settings wie ambulante Kliniken zu verlagern. Viele dieser Bestrebungen waren in kleineren Studien erfolgreich, aber eine breitere Anwendung bleibt aus verschiedenen Gründen schwer fassbar. Es gibt auch grundlegende Probleme mit der Annahme, dass alle oder sogar die Mehrheit der häufigen ED-Nutzungen Missbrauch ist, und dass Gründe für diese übermäßige Nutzung herangezogen werden. Diese fragilen Annahmen werden offensichtlich, wenn häufige Nutzer als Gruppe mit weniger häufigen Nutzern verglichen werden. Insbesondere haben häufige Nutzer tendenziell hohe Nutzungsraten in EDs, eine höhere Schwere der Erkrankung, sind älter, haben weniger persönliche Ressourcen, sind chronisch krank, erscheinen mit schmerzbezogenen Beschwerden und haben eine staatliche Versicherung (Medicare oder Medicaid). Aufgrund der einzigartigen Merkmale der Population der häufigen Nutzer schlagen wir eine Forschungsagenda vor, die darauf abzielt, das Verständnis der häufigen ED-Nutzung zu erhöhen, indem: 1) ein akzeptiertes Kategorisierungs system für häufige Nutzer erstellt wird, 2) vorhergesagt wird, welche Patienten Risiko haben, zu häufigen Nutzern zu werden oder zu bleiben, 3) sowohl ED- als auch nicht-ED-basierte Interventionen umgesetzt werden und 4) qualitative Studien über häufige ED-Nutzer durchgeführt werden, um Gründe zu erforschen und Faktoren zu identifizieren, die intervenierbar sind und spezifische Unterschiede zwischen Populationen nach Erkrankung, wie psychische Erkrankungen und Herzinsuffizienz, zu erkunden.
Pines et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.