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ZIELE: Das Ziel dieser Studie war es, die Wirksamkeit von Dolutegravir plus Lamivudin (DTG+3TC) in einer großen Gruppe virologisch unterdrückter HIV-1-infizierter Personen mit oder ohne frühere M184V-Mutation zu bewerten. METHODEN: Diese Beobachtungsstudie schloss Personen ein, die zu DTG+3TC mit ≥1 Genotyp vor dem Wechsel gewechselt haben. Eine Überlebensanalyse wurde verwendet, um die Rolle der frühen M184V auf virologisches Wiederauftreten (VR) oder Blips nach dem Wechsel zu DTG+3TC zu bewerten. ERGEBNISSE: Insgesamt wurden 712 Personen in mehreren Kliniken in Frankreich, Italien und Spanien analysiert. Frühere M184V war bei 60 (8,4%) Personen vorhanden. Nach 3 Jahren nach dem Wechsel betrug die allgemeine Wahrscheinlichkeit von VR und Blips 6,7% bzw. 6,9%, ohne statistische Signifikanz hinsichtlich der Anwesenheit/Abwesenheit von früherem M184V. Eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit für VR wurde bei Personen mit M184V vor DTG+3TC mit einer Dauer der virologischen Suppression (Ts) ≤ 3,5 Jahre im Vergleich zu anderen festgestellt (M184V+Ts ≤ 3,5 Jahre: 22,7%; M184M+Ts ≤ 3,5 Jahre: 9,0%; M184V+Ts >3,5 Jahre: 7,8%; M184M+Ts >3,5 Jahre: 4,9%; P = 0,007). Dieses Ergebnis wurde in multivariablen Modellen, die für Verhaltens- und demografische Variablen angepasst wurden, nicht bestätigt. Ein genotypischer Resistenztest nach VR unter DTG+3TC war für 8/39 Personen verfügbar; eine schlecht adhärente Person entwickelte M184V. Es wurde keine Resistenz gegen INIs gefunden. FAZIT: In dieser retrospektiven Beobachtungsstudie war die Wahrscheinlichkeit von VR und Blips bei Patienten, die auf DTG+3TC wechselten, nach 3 Jahren Behandlung unabhängig von M184V sehr gering. Der Effekt einer kurzen Dauer der vorherigen virologischen Suppression bei Personen mit M184V bleibt besorgniserregend und bedarf zur Bestätigung ad hoc klinischer Studien.
Santoro et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.