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Dieser Artikel problematisiert aktuelle quantitative Ansätze zur Analyse von Kultur in Lehrbüchern für Fremdsprachen als objektivierend und bietet einen alternativen semiotischen Rahmen, der Texte, Bilder und Aufgaben lediglich als Erzeuger bestimmter Bedeutungen im Akt der Semiosis betrachtet. Die Autoren nehmen Entwicklungen innerhalb der Sozialwissenschaften als Ausgangspunkt, die monolithische Konzeptualisierungen von Kultur in Frage gestellt haben, sowie aktuelle Argumente, die interkulturelle Staatsbürgerschaft und globales kulturelles Bewusstsein als zentrale Ziele des (Fremd)sprachenlernens betonen. Die Autoren argumentieren, dass solche transformativen pädagogischen Agenden ein dynamischeres Verständnis davon erfordern, wie Kultur in Lehrmaterialien zur Sprache kommt und von den Prozessen, durch die Lernende mit diesen Materialien interagieren. Durch Auszüge aus zwei Lehrbüchern für Englisch als Fremdsprache, die von und für Ungarn geschrieben wurden, veranschaulichen die Autoren einen semiotischen Analyseansatz, der zwei zentrale Erkenntnisse hervorhebt: (1) dass die Sinnproduktion der Lernenden im Klassenzimmer stark geleitet wird und (2) dass Bilder und Texte, selbst solche mit vermeintlicher kultureller Bedeutung oder Fokus, hauptsächlich sprachliche Kompetenzen fördern. Der Artikel argumentiert, dass Bilder und Texte explizit genutzt werden sollten, um ein kritisches und reflexives Verständnis von Kultur, Selbst und Anderen zu entwickeln.
Weninger et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.
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