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Zusammenfassung In den Vereinigten Staaten waren Einwanderungspolitiken seit der Mitte des 20. Jahrhunderts nicht ausdrücklich rassenbasiert. Dennoch sind die Auswirkungen der zeitgenössischen US-Einwanderungsdurchsetzungspraktiken stark rassialisiert. Die weitere Entwicklung eines „rassenbewussten“ Ansatzes in der öffentlichen Politik und Verwaltung wird helfen, unser Verständnis der rassialisierten Dimensionen dieser Politiken und Praktiken zu erweitern. Insbesondere weise ich darauf hin, wie aktuelle Ansätze zur Einwanderungskontrolle überproportional negative Auswirkungen auf nicht-weiße Einwanderer aus dem sogenannten „Globalen Süden“ haben, zu Rassialisierungsprozessen beitragen und die rassiale Ungleichheit in den Vereinigten Staaten perpetuieren. Beispiele sind die Weise, wie der undocumented immigration status das Entstehen einer neuen „Unterschicht“ in den Vereinigten Staaten zur Folge hat, die Trennung und Auflösung von Latino-Familien durch Massenabschiebungen und die systematische Kriminalisierung von nicht-weißen undocumented immigrants aus Mexico, Guatemala, Honduras und El Salvador.
Daniel E. Martínez (Sa,) hat diese Frage untersucht.