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HINTERGRUND: Die Assoziationen zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bekannt. MATERIAL UND METHODEN: Neue Literatur seit dem letzten Europäischen Workshop zur Parodontologie wurde überprüft. ERGEBNISSE: Der Mangel an zuverlässigen epidemiologischen Daten zur Krankheitsprävalenz erschwert die Bewertung der Assoziationen und Risiken zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zwei aktuelle Metaanalyseberichte haben Assoziationen zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen identifiziert (Odds Ratios: 1,1-2,2). Verschiedene Surrogatmarker für beide Krankheitsentitäten, einschließlich Serum-Biomarker, wurden untersucht. Die flussmedierte Dilatation der brachialen Arterie und die Intima-Media-Dicke der Carotis wurden in einigen Studien mit Parodontitis in Verbindung gebracht. Studien sind notwendig, um frühe Ergebnisse zu bestätigen, die Verbesserungen solcher Surrogatmarker nach parodontaler Therapie zeigen. Während intensive parodontaltherapeutische Maßnahmen die Entzündungsreaktionen verstärken und die vaskuläre Funktion beeinträchtigen können, sind Studien erforderlich, um die Ergebnisse von parodontalen Therapien bei Patienten mit bestätigten Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bewerten. Die Entfernung von Zähnen könnte auch die systemische Entzündungsbelastung von Individuen mit schwerer Parodontitis reduzieren. Die Rolle von Störfaktoren bleibt unklar. FAZIT: Parodontitis könnte bei empfindlichen Personen zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall beitragen. Gut dimensionierte longitudinale Fall-Kontroll- und Interventionsstudien sind erforderlich, um zu identifizieren, wie Parodontitis und parodontaltherapeutische Maßnahmen Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben könnten.
Persson et al. (Dienstag) haben diese Frage untersucht.