Zusammenfassung Die Herausgeber überprüfen die vergangene und gegenwärtige Forschung zu geschlechtsspezifischer Gewalt in der Literatur und Kultur des 18. Jahrhunderts. Sie gehen über die rechtlichen Implikationen von Lord Chief Justice Matthew Hales Behauptung hinaus, dass Vergewaltigung eine Anschuldigung ist, die „leicht erhoben und schwer zu beweisen“ ist, und bauen auf Strategien auf, die die Erfahrungen der Opfer anstelle der Motivationen der Täter in den Mittelpunkt stellen. Die Herausgeber identifizieren zudem den Sexismus, Rassismus und Ableismus, die in den medizinisch-rechtlichen Strukturen und Diskursen des 18. Jahrhunderts verankert sind. Die Einleitung zu dieser Sonderausgabe ermutigt Wissenschaftler, die Schäden sexueller Gewalt, wie sie in Literatur und Kultur dargestellt werden, ethisch zu betrachten und dabei die historischen Kontinuitäten – und Diskontinuitäten – zwischen sexueller Gewalt im 18. Jahrhundert und zeitgenössischen Definitionen von „Vergewaltigungskultur“ zu berücksichtigen.
Zigarovich et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.