Bei der fernischämischen Konditionierung (RIC) bewirken kurze, reversible Episoden von Ischämie mit Reperfusion in einem Gefäßbett, Gewebe oder Organ einen globalen schützenden Phänotyp und machen entfernte Gewebe und Organe widerstandsfähig gegen Ischämie/Reperfusionsschäden. Der periphere Stimulus kann chemisch, mechanisch oder elektrisch sein und umfasst die Aktivierung peripherer sensorischer Nerven. Die Signalübertragung zum Herzen oder anderen Organen erfolgt durch neuronale und humorale Kommunikation. Der Schutz kann sogar artsübergreifend mit plasma-abgeleitetem Dialysat übertragen werden und beinhaltet Stickstoffmonoxid, stromal abgeleiteten Faktor-1α, mikroribonukleinsäure-144 sowie weitere bisher nicht identifizierte Faktoren. Die intrakardiale Signaltransduktion umfasst: Adenosin, Bradykinin, Zytokine und Chemokine, die spezifische Rezeptoren aktivieren; intrazelluläre Kinasen; und mitochondriale Funktionen. RIC durch wiederholtes kurzes Aufblasen/Entleeren einer Blutdruckmanschette schützt vor endothelialer Dysfunktion und Myokardschaden bei perkutanen Koronarinterventionen, Koronararterien-Bypass-Operationen und reperfundiertem akutem Myokardinfarkt. RIC ist sicher, effektiv, nicht invasiv, leicht durchführbar und kostengünstig.
Heusch et al. (Do,) untersuchten diese Fragestellung.