Vibrio vulnificus (V. vulnificus) ist ein hochvirulenter zoonotischer Erreger, der bei Menschen schwere Sepsis und Gewebenekrosen verursacht und durch einen Zytokinsturm gekennzeichnet ist. Während bekannt ist, dass bakterielle äußere Membranvesikel (OMVs) die Interaktionen zwischen Wirt und Erreger vermitteln, bleibt ihr spezifischer Beitrag zur durch V. vulnificus induzierten Immunpathologie unklar. In dieser Studie isolierten und charakterisierten wir V. vulnificus-abgeleitete OMVs und untersuchten ihre Auswirkungen auf murine Makrophagen (J774A.1). Wir zeigen, dass diese OMVs von Makrophagen in zeitabhängiger Weise aktiv internalisiert werden, was eine robuste proinflammatorische Antwort auslöst. Die transkriptomische Analyse und anschließende Validierung ergaben, dass internalisierte OMVs den TNF-Signalweg aktivierten, was zur Phosphorylierung der NF-κB- und MAPK (p38/JNK) Kaskaden führte. Entscheidenderweise induzierte die OMV-Exposition schwere mitochondriale Dysfunktion, belegt durch ultrastrukturelle Zerstörung und eine signifikante Verringerung des mitochondrialen Membranpotenzials. Bemerkenswert ist, dass die pharmakologische Blockade des TNF-Rezeptors mit dem Antagonisten R-7050 diese mitochondriale Schädigung effektiv abschwächte. Diese Ergebnisse etablieren einen neuartigen pathogenetischen Mechanismus, bei dem V. vulnificus OMVs die TNF-Signalachse des Wirts ausnutzen, um mitochondriale Schäden zu verursachen, was neue Einblicke in die zellulären Mechanismen der Letalität von V. vulnificus bietet und die TNF-Mitochondrien-Achse als potenzielles therapeutisches Ziel vorschlägt.
Li et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.
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