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Zusammenfassung Nach der Finanzkrise von 2008 haben die G20-Führer versucht, die Finanzinklusion als zentrale Entwicklungsstrategie zu universalieren. Finanzinklusion, die lange Zeit von offiziellen Entwicklungsinstitutionen als solide und effektive marktorientierte Lösung zur Bekämpfung der Armut gefördert wurde, wird jetzt auch von den G20 propagiert, nicht nur als Ausweg aus der anhaltenden globalen Rezession, sondern auch als wichtiges Programm zur Stabilisierung der Weltwirtschaft. Zu diesem Zweck schuf die G20-Gruppe von Finanzinklusionsexperten 2010 die G20-Prinzipien für innovative Finanzinklusion (die G20-Prinzipien). Aus einer historischen materialistischen Perspektive argumentiere ich, dass die G20-Prinzipien – die Erweiterungen des neoliberalen Entwicklungsprojekts darstellen und nicht dessen Abkehr – dazu dienen, die Ansprüche mächtiger, transnationaler Kapitalinteressen zu legitimieren, zu normalisieren und zu konsolidieren, die von einem finanzgetriebenen Kapitalismus profitieren. Der Hauptweg, wie dies erreicht wird, besteht darin, die ausbeuterischen Beziehungen und spekulativen Tendenzen, die mit Strategien zur Finanzinklusion verbunden sind, zu verschleiern und zu verbergen.
Susanne Soederberg (Mi,) hat diese Frage untersucht.