Key points are not available for this paper at this time.
Die Republik Moldau ist ein junges postsowjetisches Land, das mit einem kontinuierlichen inneren Kampf um die Definition seiner Identität konfrontiert ist, angesichts seiner Lage zwischen zwei großen geopolitischen Blöcken – dem euroatlantischen und dem eurasischen. Infolge der Kombination mehrerer interner und externer Faktoren hat es seit seiner Gründung versucht, seine politische Szene zu stabilisieren, das Wirtschaftswachstum aufrechtzuerhalten und die Verteidigungsfähigkeiten zu verbessern. Dennoch ist der Erfolg fraglich und Moldau zeigt heute gewisse Merkmale von staatlicher Fragilität. Ziel des Artikels ist es, die Frage zu beantworten, ob Moldau als gescheiterter Staat angesehen werden kann und wenn ja, welche Bereiche in Bezug auf sektorale Sicherheit am stärksten von staatlicher Fragilität betroffen sind. Die Autoren weisen auf die Mängel hin, die Moldau in den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Sicherheitssektoren aufweist und kommen zu dem Schluss, dass ein potenzieller Misserfolg Moldaus ernsthafte geopolitische Konsequenzen haben könnte, angesichts der Interessen externer Akteure, insbesondere Russlands. Die Autoren schlagen auch vor, dass die zukünftige Entwicklung Moldaus weitgehend von der Haltung und Rolle der Europäischen Union in Bezug auf die Stabilisierung des Staates abhängt.
Kosárová et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.