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ZIELSETZUNGEN: Untersuchung der Trends in der Prävalenz von diagnostiziertem Vorhofflimmern (AF), seiner Behandlung mit oralen Antikoagulanzien zwischen 1994 und 2003 sowie Prädiktoren für die Antikoagulationstherapie im Jahr 2003. METHODEN: Analyse elektronischer Daten von 131 Hausarztpraxen (etwa eine Million registrierte Patienten jährlich), die zur DIN-LINK-Datenbank beitragen. ERGEBNISSE: Von 1994 bis 2003 stieg die Prävalenz von 'aktivem' AF bei Männern von 0,78 % auf 1,31 % und bei Frauen von 0,79 % auf 1,15 %. Der Anteil der AF-Patienten, die Antikoagulanzien einnahmen, stieg bei Männern von 25 % auf 53 % und bei Frauen von 21 % auf 40 %. Die meisten anderen erhielten Thrombozytenaggregationshemmer. Die Wahrscheinlichkeit, Antikoagulanzien zu erhalten, war bei Männern und mit steigendem Schlaganfallrisiko höher. Sie nahm ab dem 75. Lebensjahr stark ab. Der sozioökonomische Status, die Urbanisierung und die Region hatten keinen Einfluss. Nichtsteroidale Antirheumatika, Thrombozytenaggregationshemmer und Ulkustherapeutika waren mit einer reduzierten Wahrscheinlichkeit verbunden, Antikoagulanzien zu erhalten, ebenso wie peptische Ulzera, chronische Darmerkrankungen, Anämien, Psychosen und schlechte Compliance. Die Antikoagulation war mit mehreren kardiovaskulären Begleiterkrankungen und Medikamenten assoziiert, möglicherweise aufgrund der Behandlung im sekundären Sektor. Dennoch erhielten im Jahr 2003 nur 56,5 % der Patienten mit sehr hohem Schlaganfallrisiko Antikoagulanzien, während 38,2 % der Patienten mit niedrigem Schlaganfallrisiko Antikoagulanzien erhielten. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Diese Studie bestätigt zuvor beobachtete Trends einer zunehmenden AF-Prävalenz und Warfarin-Behandlung. Viele Patienten, die von einer Antikoagulation profitieren könnten, erhalten sie immer noch nicht, während andere mit geringerem Schlaganfallrisiko dies tun. Die geringere Wahrscheinlichkeit von Frauen, Antikoagulanzien zu erhalten, ist besonders besorgniserregend.
DeWilde et al. (Fr,) haben diese Frage untersucht.