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HINTERGRUND: Die Behandlung von Schlaganfallpatienten in Schlaganfallstationen hat zugenommen und Studien haben verbesserte Ergebnisse gezeigt. Ein großer Teil der Patienten in Deutschland wird jedoch weiterhin in Krankenhäusern ohne Schlaganfallstation behandelt. Die Auswirkungen der Schlaganfallstation auf die Ergebnisse sowie die Gesamtheit der Krankenhausqualitätszertifizierung bleiben unklar. METHODEN: Wir verwenden jährliche Krankenhaus-Panels für 1100-1300 deutsche Krankenhäuser von 2006 bis 2014, die strukturelle Daten und 30-Tage-standardisierte Mortalität umfassen. Wir schätzen Krankenhaus- und zeitfixierte Effekte mit drei Hauptunabhängigen Variablen: (1) Schlaganfallstation, (2) Zertifizierung der Schlaganfallstation und (3) Gesamtheit der Krankenhausqualitätszertifizierung. ERGEBNISSE: Unsere Ergebnisse bestätigen den Trend sinkender Schlaganfallsterblichkeitsraten, wenn auch in deutlich geringerem Maße als frühere Studien. Deskriptive Analysen zeigen bessere Schlaganfall-Ergebnisse für nicht-zertifizierte und zertifizierte Schlaganfallstationen sowie für Krankenhäuser mit Gesamtheit der Krankenhausqualitätszertifizierung. In einem Fixeffekt-Modell hat die Existenz einer Schlaganfallstation einen signifikanten qualitätsverbessernden Effekt und senkt die Schlaganfallsterblichkeit um 5,6%, während es für die Zertifizierung der Schlaganfallstation oder die Gesamtheit der Krankenhausqualitätszertifizierung keinen signifikanten Verbesserungseffekt gibt. FAZIT: Patienten und Gesundheitssysteme können erheblich von der Ausweitung der Behandlung in Schlaganfallstationen profitieren, da die Einrichtung einer Schlaganfallstation sinnvoller erscheint als deren Zertifizierung oder die Erlangung einer Gesamtheit der Krankenhausqualitätszertifizierung. Gesundheitssysteme sollten daher Investitionen in die Infrastruktur von Schlaganfallstationen priorisieren und die Schlaganfallversorgung in Schlaganfallstationen zentralisieren. Ebenso sollten sie patientenbasierte 30-Tage-Mortalitätsdaten priorisieren, da diese eine realistischere Darstellung der Mortalität als auf Aufnahme basierende Daten ermöglichen.
Proß et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.