Die Autismus-Spektrum-Störung (ASD) weist eine ausgeprägte männliche Prävalenz in der Häufigkeit auf und könnte geschlechtsspezifische neuronale Merkmale umfassen. Während funktionale Konnektivitätsgradienten einen starken Rahmen für das Verständnis der Gehirnhierarchie bieten, sind die geschlechtsspezifischen Änderungen der Gradienten in der Insula bei ASD wenig verstanden. In dieser Studie wurden funktionale Magnetresonanztomographie-Daten im Ruhezustand von 808 Personen analysiert. Wir kartierten die dominanten (G1) und sekundären (G2) funktionalen Konnektivitätsgradienten der Insula und untersuchten Interaktionen zwischen Diagnose und Geschlecht. Diese Gradientänderungen wurden weiter auf Assoziationen mit klinischen Symptomen bewertet und räumlich gegen transcriptomische und neurotransmitter Profile decodiert. Signifikante Interaktionen zwischen Diagnose und Geschlecht wurden sowohl im G1 als auch im G2 der Insula identifiziert. Diese Gradientänderungen standen in Verbindung mit klinischen Symptomprofilen bei ASD und zeigten räumliche Korrelationen mit Mustern der Genexpression und Verteilungen von Neurotransmittern. Unsere Ergebnisse enthüllen ein geschlechtsspezifisches neurofunktionales Profil der Insula bei ASD auf funktionalen und molekularen Ebenen, was neuartige Einblicke in die potenziellen neurobiologischen Korrelate der geschlechtsspezifischen Heterogenität bietet.
Gao et al. (Fr,) untersuchten dieses Thema.
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