Naturbasierte Lösungen (NbS) werden zunehmend als nachhaltige und multifunktionale Klimaanpassungsmaßnahmen gefördert; jedoch bleibt empirischer Nachweis ihrer Wirksamkeit in hochriskanten Ländern wie Äthiopien begrenzt. Diese systematische Überprüfung fasste Beweise aus 26 peer-reviewed und grauer Literaturquellen zusammen, die 35 NbS-Interventionen in Äthiopien dokumentieren, um deren Wirksamkeit bei der Bewältigung von wasserbezogenen Klimaereignissen zu bewerten und wichtige Umsetzungslücken zu identifizieren. Die Analyse zeigte, dass eingesetzte NbS, die aus grünen, blauen und hybriden Maßnahmen wie Aufforstung, Feuchtgebietswiederherstellung und klimaresistenter Landwirtschaft bestehen, messbare Wirksamkeit gezeigt haben. Sie reduzierten den Abfluss und die Hochwasserpeaks, verbesserten die Bodenfeuchtigkeit und die Wasserspeicherung für Dürre-Resilienz und lieferten notwendige sozioökonomische Mit-Vorteile zur Sicherstellung des Lebensunterhalts der Menschen. Dennoch stehen robuste Hindernisse einer Skalierung entgegen. Die Analyse identifizierte die Dominanz von kleinen, ländlichen Pilotprojekten, eine auffällige Abwesenheit städtischer Anwendungen, das weitgehende Fehlen integrierter wirtschaftlicher Kosten-Nutzen-Studien und einen unzureichenden Mechanismus für regionales Lernen. Wir schließen daraus, dass ein gemeinsames Bemühen erforderlich ist, um NbS von kleinen Pilotprojekten zur Grundlage der nationalen Klimaanpassungsstrategie Äthiopiens zu entwickeln. Auf nationaler Ebene ist es zwingend erforderlich, dass die föderalen Institutionen die Integration von naturbasierten Lösungen in politische Rahmenbedingungen betonen. Die regionalen und lokalen Verwaltungen spielen eine bedeutende Rolle bei der Umsetzung und Finanzierung effektiver Maßnahmen in größerem Maßstab. Die Entwicklungspartner müssen sich zusammen mit NGOs auf die Verbesserung der Überwachungsfähigkeiten und den Wissensaustausch zur Replikation bewährter Praktiken konzentrieren. All diese Akteure sind wichtig für die Skalierung naturbasierter Lösungen.
Dibaba et al. (2026) untersuchten diese Frage.
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