Key points are not available for this paper at this time.
ZUSAMMENFASSUNG: Die primäre provozierte Vestibulodynie (PVD) ist gekennzeichnet durch das Auftreten von Symptomen beim ersten provozierenden Kontakt mit der Vulva, während sich die sekundäre PVD auf den Symptomauftakt nach einer gewissen Phase schmerzfreien Kontakts mit der Vulva bezieht. Es wird angenommen, dass unterschiedliche pathophysiologische Prozesse an der Entwicklung und Aufrechterhaltung von primärer und sekundärer PVD beteiligt sind. Das Hauptziel dieser Studie war es, die Hypothesen zu testen, dass die funktionelle Konnektivität im Ruhezustand der Gehirn- und Hirnstammregionen zwischen diesen Subtypen unterschiedlich ist. Eine tiefgehende klinische Phänotypisierung und Bildgebung im Ruhezustand wurden an einer großen Stichprobe von Frauen mit primärer PVD (n = 46), Frauen mit sekundärer PVD (n = 68) und gesunden Kontrollfrauen (n = 94) durchgeführt. Das allgemeine lineare Modell wurde verwendet, um Unterschiede in der funktionellen Konnektivität im Ruhezustand zwischen den Regionen und psychosozialen sowie Symptombewertungen zu testen. Direkte statistische Vergleiche nach Beginnstyp zeigten, dass Frauen mit sekundärer PVD eine erhöhte Konnektivität im dorsalen Aufmerksamkeits-somatomotorischen Netzwerk aufweisen, während Frauen mit primärer PVD überwiegend eine erhöhte intrinsische Konnektivität im Ruhezustand innerhalb des Hirnstamms und des Default Mode Netzwerks zeigen. Darüber hinaus berichteten Frauen mit sekundärer PVD im Vergleich zu Frauen mit primärer PVD häufiger von sexueller Misshandlung in der frühen Lebensphase, größerem Schmerzkatastrophisieren, größerer Unangenehmheit von Symptomen über 24 Stunden und weniger sexueller Zufriedenheit. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Frauen mit sekundärer PVD größere Beweise für eine zentrale Verstärkung sensorischer Signale zeigen, während Frauen mit primärer PVD Veränderungen in der Hirnstammschaltung aufweisen, die für die Verarbeitung und Modulation aufsteigender und absteigender peripherer Signale verantwortlich sind.
Oughourlian et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.