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Unter kommerziellen Bedingungen ist die Absetzung von Ferkeln mit sozialem, umweltbedingtem und diätetischem Stress verbunden. Folglich verschlechtern sich die Funktionen der Dünndarmbarriere und der Absorption innerhalb kurzer Zeit nach der Absetzung. Die meisten Studien, die die Dünndarmpermeabilität bei Ferkeln nach der Absetzung untersucht haben, verwendeten entweder Ussing-Kammern oder oral verabreichte Markerproben. Die parazelluläre Barrierfunktion und die aktive Absorption nehmen ab, wenn Ferkel im Alter von 3 Wochen oder früher abgesetzt werden. Wenn sie jedoch im Alter von 4 Wochen oder später abgesetzt werden, ist die Barrierfunktion weniger betroffen, und die aktive Absorption ist nicht betroffen oder steigt sogar an. Der Absetzstress ist ein kritischer Faktor in Bezug auf die beeinträchtigte parazelluläre Barrierfunktion nach der Absetzung. Ausreichende Nahrungsaufnahme nach der Absetzung verhindert den Verlust der intestinalen Barrierfunktion. Der transzelluläre Transport von Makromolekülen und die passive transzelluläre Absorption nehmen nach der Absetzung ab. Dies könnte einen natürlichen Reifungsprozess des Darms widerspiegeln, der durch den Absetzprozess verstärkt wird und das Ferkel vor einer Antigenüberlastung schützt. Es scheint, dass passive und aktive Absorption nach der Absetzung sich genau an die neue Umgebung anpassen, wenn die Ferkel nach 3 Wochen abgesetzt werden. Wenn sie jedoch im Alter von 3 Wochen oder früher abgesetzt werden, deutet der Rückgang der aktiven Absorption darauf hin, dass die Ferkel sich nicht ausreichend an die neue Umgebung anpassen können. Um die Absetzstrategien zu verbessern, sollten zukünftige Studien unterscheiden, ob der Effekt der Futteraufnahme auf die Barrierfunktion auf einen Mangel an spezifischen Nährstoffen, d.h. Energie oder Protein, zurückzuführen ist.
Wijtten et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.
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