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Die Multiple Sklerose (MS) ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen bei jungen Erwachsenen. Die Ätiologie der MS ist nicht bekannt, aber es wird allgemein akzeptiert, dass sie autoimmuner Natur ist. Der Krankheitsbeginn wird als durch die Aktivierung von CD4+ T-Zellen initiiert angesehen, die Autoantigene des zentralen Nervensystems (ZNS) angreifen und in das ZNS eindringen, gefolgt von der Expansion lokaler und infiltrierter peripherer Effektorzellen, die eine entzündliche Umgebung im ZNS schaffen, was letztendlich zu Gewebeschäden und Demyelinisierung führt. Klinische Studien haben gezeigt, dass der Verlauf der MS mit der abnormalen Expression bestimmter Zytokine korreliert. Der Einsatz des Modells der experimentellen autoimmunen Enzephalomyelitis (EAE) verdeutlicht die Rolle dieser Zytokine in der Neuroinflammation und das therapeutische Potenzial, ihre biologische Aktivität in vivo zu manipulieren. In diesem Überblick werden wir zunächst einen Überblick über Zytokine präsentieren, die zur Pathogenese von MS oder EAE beitragen könnten, und erfolgreiche Beispiele sowie Hindernisse bei der Übertragung der aus EAE gewonnenen Daten auf MS darstellen. Dann werden wir uns intensiv mit den aktuellen Erkenntnissen beschäftigen, die die pathologische Rolle des Granulozyten-Makrophagen-Kolonie-stimulierenden Faktors (GM-CSF) bei MS und EAE demonstrieren und kurz das Potenzial diskutieren, Effektorzellen des Myeloid-Systems als Behandlungsstrategie für MS zu gezielt anzugehen.
Palle et al. (Fr,) haben diese Frage untersucht.