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Während die Zeitungsindustrie in der Krise steckt und weniger Zeit und Ressourcen für die Nachrichtenbeschaffung zur Verfügung stehen, erweisen sich soziale Medien als ein praktisches und kostengünstiges Metier für (politischen) Journalismus. Dieser Artikel untersucht die Nutzung von Twitter als Quelle für die Berichterstattung der Zeitungen über die britischen und niederländischen Wahlen 2010. Fast ein Viertel der britischen und fast die Hälfte der niederländischen Kandidaten teilten ihre Gedanken, Visionen und Erfahrungen auf Twitter. Folglich wurden diese Tweets zunehmend in der Zeitungsberichterstattung zitiert. Wir präsentieren eine Typologie der Funktionen, die Tweets in Nachrichtenberichten haben: Sie wurden entweder als nachrichtenwürdig betrachtet, waren ein Grund für weiterführende Berichterstattung oder wurden verwendet, um eine breitere Nachrichtenstory zu illustrieren. Daher werden wir zeigen, warum Politiker erfolgreich zitierfähige Tweets produzierten. Während dieses Papier, das Teil eines umfassenderen Projekts ist, wie Journalisten (und Politiker) Twitter nutzen, sich auf die Berichterstattung über Wahlkampfkampagnen konzentriert, weisen unsere Ergebnisse auf einen breiteren Trend im Journalismus hin. In Zukunft könnte der Reporter, der an Veranstaltungen teilnimmt, Informationen von Angesicht zu Angesicht sammelt und kritische Fragen stellt, stattdessen Informationen online aggregieren und diese im journalistischen Diskurs reproduzieren, wodurch das Machtverhältnis zwischen Journalisten und Quellen verändert wird.
Broersma et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.
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