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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Aufkommen des (anti) ‚neuen Antisemitismus‘ als transnationales Governance-Feld, insbesondere als Feld der rassischen Governance. Romeyns Interesse liegt weniger an den ‚Fakten‘ des Antisemitismus oder des ‚neuen‘ Antisemitismus, sondern an den Weisen, wie es als ein ‚Macht-Wissen‘-Feld fungiert, in dem eine Gruppe von Akteuren—globale Governance-Akteure, wie die Vereinten Nationen, UNESCO, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, die Europäische Kommission, nichtstaatliche Organisationen, Experten und Wissenschaftler sowie Politiker—darauf abzielt, zu definieren, Messinstrumente und Technologien zu erfinden, zu analysieren, politische Erklärungen und Programme zu formulieren und ‚Interventionen‘ zu entwickeln, um das ‚Problem‘ anzugehen und zu beheben (‚kämpfen‘). Eingebettet in den neuen Antisemitismus als Governance-Feld sind die Annahmen, dass es ideologisch im universellen Antirassismus der liberalen Linken verwoben ist und dass es kulturell zu einem signifikanten Teil aus ethnokulturellen oder ethno-religiösen Einstellungen stammt, die für Bevölkerungsgruppen aus Nordafrika, dem Maghreb oder spezifischer aus mehrheitlich islamischen Ländern typisch sind. Im Hinblick auf letztere Gruppen setzen globale Governance-Akteure, die sich mit dem Kampf gegen den ‚neuen Antisemitismus‘ befassen, ein ‚Regime‘ ein, das performativ Zugehörigkeitsgrenzen errichtet. Dieses Regime errichtet eine innere Grenze um Kultur/Religion, die Antisemitismus effektiv externalisiert und rassifiziert.
Esther Romeyn (Sat,) hat diese Frage untersucht.