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Es wird allgemein angenommen, dass erfolgreiche Ethnografen nach Insider-Status streben und es vermeiden, als Außenseiter angesehen zu werden. Sehr oft und insbesondere in der Kriminologie wird die Fähigkeit eines Ethnografen, das Vertrauen von Forschungsteilnehmern zu gewinnen, mit seinem oder ihrem Grad an Ähnlichkeit zu ihnen verbunden, insbesondere in Bezug auf das Geschlecht. Indem ich die Forschungsdynamik zwischen einer rein männlichen Gruppe von Migranten der zweiten Generation in Frankfurt/Deutschland, den „Gatekeepers“ und mir selbst – einer weiblichen Forscherin mit unterschiedlichem sozioökonomischen und ethnischen Hintergrund – beschreibe, schlage ich vor, dass es im Allgemeinen nicht nachteilig ist, ein Außenseiter und insbesondere eine Frau zu sein. Ich schlage vor, dass der Erwerb des Status eines Außenseiters, dem „Inside-Wissen“ anvertraut wird, dem Ethnografen eine andere Perspektive und andere Daten bieten kann als der potenziell durch Insider-Status gebotene.
Sandra M. Bucerius (Thu,) hat diese Frage untersucht.