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Zusammenfassung: Umwelt-, Sozial- und Governance (ESG) Berichterstattungsrichtlinien sind institutionelle Regeln, die die Glaubwürdigkeit der öffentlich offengelegten Informationen von Unternehmen im Zusammenhang mit ESG erhöhen können. Die Berichterstattung ist oft freiwillig, und globale ESG-Berichterstattungsrichtlinien basieren typischerweise auf prozessfokussierter Drittanbieterverifizierung. Bei der Entwicklung seiner Berichterstattungsrichtlinien gab die japanische Regierung den Unternehmen jedoch die ungewöhnliche Möglichkeit, entweder prozess- oder inhaltsfokussierte Verifizierung zu verfolgen. Dieses Papier nutzt das einzigartige japanische Setting, um zu untersuchen, ob Unternehmen, die ESG-Berichterstattungsrichtlinien anwenden, ihre Menge an offengelegten Nachhaltigkeitsinformationen erhöhen. Darüber hinaus bewertet es, ob, gegeben die Wahl, (1) Unternehmen dazu tendieren, prozess- oder inhaltsfokussierte Verifizierung zu verfolgen, und (2) welche Art von Verifizierung zu größerer Informationsoffenlegung führt. Wir zeigen, dass Unternehmen, die ESG-Richtlinien befolgen, 39 % mehr Nachhaltigkeitsinformationen offenlegen im Vergleich zu Unternehmen, die Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichen, aber keine ESG-Berichterstattungsrichtlinien befolgen. Inhaltsfokussierte Verifizierung führt zu einer größeren Informationsoffenlegung als prozessfokussierte Verifizierung, da Unternehmen 23 % mehr Text in ihren Nachhaltigkeitsberichten veröffentlichen. Darüber hinaus bevorzugen Unternehmen, gegeben die Wahl, die Verwendung von inhaltsfokussierter gegenüber prozessfokussierter Verifizierung. Die meisten globalen ESG-Berichterstattungsrichtlinien unterstützen jedoch prozessfokussierte Verifizierung, und diese Verifizierung ist weniger effektiv als inhaltsfokussierte Verifizierung, um die Informationsoffenlegung der Unternehmen zu fördern. Unsere Ergebnisse werfen eine zeitgerechte und relevante Frage zur Bewegung der globalen ESG-Standardentwickler auf, prozess- statt inhaltsfokussierte Verifizierung zu fördern. Sie deuten auch darauf hin, dass Unternehmen, die durch ESG-Berichterstattung eine Nachhaltigkeitsdifferenzierung schaffen möchten, profitieren könnten, wenn sie für robustere Formen der Verifizierung eintreten.
Darnall et al. (Donnerstag) haben diese Frage untersucht.