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Eine aktuelle Debatte ist, ob die erhöhte Blickdauer in der Säuglingszeit mit einer Verletzung von Erwartungen zusammenhängt. In dieser Studie wurde die Gehirnaktivität von 6- bis 9-monatigen Säuglingen während der Präsentation korrekter und inkorrekter Lösungen einfacher arithmetischer Gleichungen analysiert (z. B. Präsentation von 1 + 1; eine Puppe auf einem TV-Monitor, mit einer weiteren Puppe, die von hinter einem Bildschirm hinzugefügt wurde, gefolgt von einer Lösung von 2 (korrekt) oder 1 (inkorrekt). Säuglinge schauten länger auf inkorrekte Lösungen als auf korrekte. Event-Related Potentials, zeitlich zu der Präsentation der Lösung synchronisiert, unterschieden sich ebenfalls zwischen den Bedingungen, mit größerer negativer Aktivität für die inkorrekte Lösungsbedingung. Die Spektralanalyse zeigte ein ähnliches Muster wie bei Erwachsenen, die korrekte und inkorrekte arithmetische Gleichungen beobachteten. Diese Ergebnisse zeigen (i), dass das im Fehlererkennung beteiligte Gehirnnetzwerk im Säuglingsalter identifiziert werden kann, und (ii), dass dieses Netzwerk eine Verbindung zwischen Blickdauer und Verletzung von Erwartungen unterstützen kann.
Berger et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.
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