Die Bildung religiöser Überzeugungen unter Geistlichen spiegelt komplexe Wechselwirkungen zwischen individuellen kognitiven Prozessen und gesellschaftlich verankerten Einflüssen wider. Obwohl die psychologische Forschung über Religion erheblich gewachsen ist, bleiben empirische Studien, die sich auf afrikanische Geistliche konzentrieren, begrenzt. Diese Studie untersucht kognitive und soziale Einflüsse auf die Glaubensbildung bei baptistischen Pastoren in der Lagos East Baptist Conference, Nigeria, innerhalb etablierter psychologischer Rahmenbedingungen. Basierend auf Dual-Process-Modellen der Kognition und der sozialen Lerntheorie wurde ein Mixed-Methods-Design verwendet. Quantitative Daten wurden mithilfe standardisierter Maße der kognitiven Reflexion, religiösen Bindung und wahrgenommenen sozialen Einflusses erhoben, während qualitative Daten durch semi-strukturierte Interviews gewonnen wurden, die Glaubensnarrativen und Glaubensentwicklung erforschten. Regressionsanalysen zeigten, dass sowohl kognitive Reflexion als auch soziale Verstärkung signifikant die Überzeugungsstärke und -stabilität vorhersagten, wobei der soziale Einfluss als der stärkste Prädiktor hervorgetreten ist. Die thematische Analyse hob zudem die zentrale Rolle von Mentoring, gemeinschaftlicher Validierung und reflektierender Sinnstiftung bei der Erhaltung pastoraler Glaubenssysteme hervor. Indem die psychologische Forschung über Religion auf einen nicht-westlichen Geistlichenkontext ausgeweitet wird, trägt diese Studie zum interkulturellen Verständnis der Glaubensbildung bei und steht im Einklang mit dem empirischen und theoretischen Rahmen der North American Journal of Psychology.
TIJANI et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.