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Diese Studie analysiert Daten zur vorgerichtlichen Freilassung anhand einer Stichprobe von strafrechtlichen Angeklagten aus den 75 bevölkerungsreichsten Grafschaften des Landes für die Jahre 1990–1996, um die Haupt- und Interaktionseffekte von Geschlecht und Rasse-Ethnizität sowohl auf die Entscheidungen als auch die Ergebnisse der vorgerichtlichen Freilassung zu bewerten. Wir stellen fest, dass sowohl Geschlecht als auch Rasse-Ethnizität gemäß den Kontrollen für rechtliche Faktoren wie Vorstrafen und Verhalten bei der Tat mäßig starke Haupteffekte darauf haben, ob der Angeklagte vorgerichtliche Freilassung erhält. Weibliche Angeklagte erhalten wahrscheinlicher eine vorgerichtliche Freilassung als ihre männlichen Kollegen, während hispanische und schwarze Angeklagte wahrscheinlicher in Haft bleiben als ähnlich situierte weiße Angeklagte. Besonders bemerkenswert ist, dass wir feststellen, dass weiße Frauen im Vergleich zu allen anderen geschlechtlich-rassischen/ethnischen Gruppe von Angeklagten am ehesten eine vorgerichtliche Freilassung erhalten. Im Gegensatz dazu erhalten hispanische Männer die nachteiligsten Entscheidungen im gesamten Prozess der vorgerichtlichen Freilassung und sind die Gruppe, die am ehesten in Haft bleibt. Ein wesentlicher Faktor, der diese Diskrepanz bei den Ergebnissen erklärt, ist die Unfähigkeit vieler Hispanoamerikaner und Schwarzer, Kaution zu hinterlegen, um ihre Freilassung zu erlangen. Eine Bewertung der Forschung zu Geschlechterunterschieden in der Fallbearbeitung von strafrechtlichen Angeklagten hebt zwei wesentliche Mängel hervor. Erstens, neben der relativen Knappheit an Studien
Demuth et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.