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ZIEL: Entzündlicher Rückenschmerz (IBP), das zentrale Symptom der axialen Spondyloarthritis (axSpA), einschließlich ankylosierender Spondylitis, wurde als Screening-Test für Patienten mit chronischem Rückenschmerz in der Primärversorgung vorgeschlagen. Die diagnostische Genauigkeit von IBP im rheumatologischen Kontext ist unbekannt. METHODEN: Sechs rheumatologische Zentren, die sekundäre und tertiäre rheumatologische Versorgung repräsentierten, schlossen routinemäßig überwiesene Patienten mit aufeinanderfolgendem chronischen Rückenschmerz und Verdacht auf axSpA ein. IBP (diagnostischer Test) wurde in jedem Zentrum von einem unabhängigen (verblindeten) Rheumatologen bewertet; ein zweiter (unverblindeter) Rheumatologe stellte die Diagnose (axSpA oder kein axSpA), die als Referenzstandard diente. ERGEBNISSE: Von 461 routinemäßig überwiesenen Patienten erhielten 403 eine endgültige Diagnose. IBP war in 67,3 % vorhanden, und 44,6 % (180/403) wurden als axSpA diagnostiziert. Die Sensitivität von IBP gemäß verschiedener Definitionen (globale Beurteilung, Calin, Berlin, Kriterien der Assessment of SpondyloArthritis international Society für IBP) betrug 74,4 %-81,1 % und war vergleichbar mit veröffentlichten Zahlen, während die Spezifität unerwartet niedrig war (25,1 %-43,9 %). Die resultierenden positiven Wahrscheinlichkeitshinweise (LR+) lagen zwischen 1,1-1,4 und wiesen keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Sets von IBP-Kriterien auf. Das Vorhandensein von IBP gemäß verschiedener Definitionen erhöhte die Wahrscheinlichkeit von axSpA nur um 2,5 %-8,4 % (von 44,6 % auf 47,1 %-53,0 %). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Der diagnostische Nutzen von IBP im rheumatologischen Kontext war geringer als erwartet. Dies wurde jedoch durch eine hohe Prävalenz von IBP unter den überwiesenen Patienten ausgeglichen, was die effektive Nutzung von IBP in der Primärversorgung als Selektionsparameter für die Überweisung zur Rheumatologie zeigt. Bemerkenswerterweise veranschaulicht diese Studie potenzielle Verschiebungen in der Spezifität und LR+ von diagnostischen Tests, wenn diese Tests verwendet werden, um Patienten für eine Überweisung auszuwählen.
Poddubnyy et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.