Key points are not available for this paper at this time.
Die Erhaltung der Muskulatur ist nicht nur entscheidend für die Aufrechterhaltung einer angemessenen körperlichen Bewegung, sondern auch für ihre vielen metabolischen und homöostatischen Rollen. Niedrige Muskelmasse hat sich negativ auf die Gesundheitsresultate in einer Vielzahl von Krankheitszuständen (z. B. chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) ausgewirkt und führt zu einem erhöhten Risiko für Wiedereinweisungen und Mortalität bei hospitalisierten Patienten. Niedrige Muskelmasse ist nun in die neuesten diagnostischen Kriterien für Malnutrition aufgenommen worden. Aktuelle Managementstrategien für Malnutrition priorisieren möglicherweise nicht die Erhaltung und Wiederherstellung der Muskelmasse. Dies spiegelt vermutlich die Herausforderung wider, dieses Körperkompartiment in der klinischen Praxis zu identifizieren und zu messen, sowie das mangelnde Bewusstsein bei Gesundheitsfachkräften hinsichtlich der Bedeutung der Muskulatur für die Gesundheit der Patienten. Daher bieten wir einen Überblick über die aktuellen Ansätze und geben Empfehlungen zur Behandlung niedriger Muskelmasse und zur Verhinderung von Muskelverlust in der klinischen Praxis. Empfehlungen zur Unterstützung des Klinikers bei der optimalen Behandlung von Patienten mit Risiko für niedrige Muskelmasse umfassen Folgendes: (1) Muskelmasse in den Mittelpunkt der Ernährungsbewertung und Managementstrategien stellen; (2) niedrige Muskelmasse identifizieren und bewerten; (3) einen Behandlungsweg für Patienten mit Risiko für niedrige Muskelmasse entwickeln; (4) die Ernährung optimieren, um den Fokus auf den Muskelmassegewinn statt nur auf den Gewichtszuwachs zu legen; und (5) Bewegung und/oder Rehabilitationstherapie fördern, um die Muskelmasse zu erhalten und aufzubauen. Es ist imperative, das Bewusstsein für die Bedeutung des Screenings und der Behandlung von „risikobehafteten“ Patienten zu schärfen, damit es zur Routine wird. Gesundheitssysteme müssen Kliniker dazu anregen, Patienten mit diesem fokussierten Ansatz zu behandeln, und die wirtschaftlichen Vorteile müssen den Kostenträgern vermittelt werden. Schließlich ist weitere fokussierte Forschung im Bereich der Behandlung von Patienten mit niedriger Muskelmasse gerechtfertigt.
Deutz et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.