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Ein auffälliges organisatorisches Phänomen in der chinesischen Bürokratie ist die Kollusion unter lokalen Regierungen als Reaktion auf Richtlinien und Vorgaben höherer Behörden; lokale Regierungen bilden oft Allianzen, um die ursprüngliche Absicht staatlicher Politiken zu verwässern. Es gibt daher bedeutende und anhaltende Abweichungen sowie Zielverlagerungen bei der Umsetzung von Politiken. Dieser Artikel entwickelt eine organisatorische Analyse und eine theoretische Erklärung dieses Phänomens. Es wird folgendermaßen argumentiert: Kollusion unter lokalen Regierungen, obwohl informell, wird durch die institutionelle Logik der chinesischen Bürokratie erzeugt und aufrechterhalten, ergibt sich aus der organisatorischen Anpassung an das Umfeld und erlangt dadurch Legitimität und wird hoch institutionalisiert. Insbesondere hat die institutionelle Logik der chinesischen Bürokratie drei organisatorische Paradoxien hervorgebracht – Einheitlichkeit in der Politikgestaltung und Flexibilität in der Umsetzung, Anreizintensität und Zielverlagerung, bürokratische Unpersönlichkeit und die Personalisierung administrativer Beziehungen –, die legitime Grundlagen für Kollusionen unter lokalen Regierungen bieten. Bürokratische Kollusion wurde in den letzten Jahren durch unbeabsichtigte Folgen der Zentralisierung von Autorität und der Durchsetzung von Anreizmechanismen in der Bürokratie stark verschärft.
Xueguang Zhou (Sun,) hat diese Frage untersucht.
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