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Viele Gebirgszüge waren während der quartären Eiszeiten stark vergletschert, und die Standorte von glazialen Refugien von Gebirgs-Pflanzen wurden lange diskutiert. Eine Reihe detaillierter molekularer Studien, die die intra-spezifische genetische Variation von Gebirgs-Pflanzen in den Alpen untersuchen, ermöglicht nun eine erste Zusammenfassung. Ein Vergleich der phylogeografischen Muster mit geologischen und paläoenvironmentalen Daten zeigt, dass glaziale Refugien entlang der südwestlichen, südlichen, östlichen und nördlichen Grenze der Alpen lagen. Zusätzliche glaziale Refugien waren in zentralen alpinen Gebieten vorhanden, wo hochgelegene Pflanzen die letzte Vergletscherung auf eisfreien Berggipfeln überlebten. Die beobachteten intra-spezifischen Phylogeografien deuten auf allgemeine Muster der glazialen Überlebensfähigkeit hin, die mit den bekannten Zentren der alpinen Artenvielfalt und Endemismus übereinstimmen. Dies impliziert, dass evolutionäre oder biogeografische Prozesse, die durch klimatische Schwankungen induziert werden, auf Gen- und Artenvielfalt ähnlich wirken.
Schönswetter et al. (Wed.) haben diese Frage untersucht.