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ZIELSETZUNG: Emotionale Intelligenz ist die Fähigkeit, die eigenen Emotionen und Gefühle sowie die anderer zu beobachten, zwischen ihnen zu unterscheiden und diese Informationen zu nutzen, um das eigene Denken und Handeln zu steuern. Eine wachsende Zahl von Evidenzen deutet darauf hin, dass Gruppen von Studierenden mit hoher emotionaler Intelligenz bessere akademische Leistungen, eine bessere emotionale Wahrnehmung und ein besseres Beziehungsmanagement aufweisen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt zu untersuchen, ob ein solcher positiver Zusammenhang auch bei Medizinstudierenden besteht. MATERIAL UND METHODEN: Eine deskriptive Querschnittsstudie wurde an Medizinstudierenden im Grundstudium der Majmaah University durchgeführt. Die Rekrutierung der zustimmenden Studierenden erfolgte mittels Gelegenheitsstichprobe (Convenience Sampling). Ein selbstverwalteter Fragebogen zur emotionalen Intelligenz wurde nach einem Modell von Paul Mohapel adaptiert. Die auf einer 5-Punkte-Likert-Skala basierenden Fragen erfassten die vier Domänen der emotionalen Intelligenz, d. h. emotionale Wahrnehmung, emotionale Intelligenz; zudem wurden demografische Daten und der Notendurchschnitt (GPA) erhoben. Die Daten wurden tabellarisch erfasst und mittels SPSS 22.0 (IBM Corp., Armonk, NY, USA) analysiert. ERGEBNISSE: Einhundertvierzig Medizinstudierende wurden in die Studie eingeschlossen, mit einem Verhältnis von Männern zu Frauen von 1:06. Der mediane Semesterwert lag bei 4,47 (Bereich 1,1–5,8) und der mediane kumulative Wert bei 4,44 (Bereich 2,8–5,0). Der Score für emotionales Management war bei denjenigen mit einem CGPA >4,50 am höchsten (p=0,048). Ein signifikant höherer mittlerer Score für emotionale Wahrnehmung (p<0,001), für sozial-emotionale Wahrnehmung (p<0,001) und für Beziehungsmanagement (p=0,030) sowie ein höherer mittlerer EQ-Gesamtwert wurden bei Männern im Vergleich zu Frauen festgestellt (p<0,001). Eine geringe, aber signifikante Korrelation wurde auch mit dem EQ-Gesamtwert beobachtet (r= 0,18, p= 0,032). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Emotionales Management beeinflusst die akademische Leistung von Medizinstudierenden. Es sollte mehr Angebote zur Verbesserung der emotionalen Intelligenz der Studierenden geben, um ihre akademische Leistung zu fördern.
Alvi et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.