Key points are not available for this paper at this time.
Spezialistisches Wissen, oder Expertise, ist das, was zeitgenössische internationale Organisationen politisch einflussreich und institutionell legitim macht. Der von Annabelle Littoz-Monnet herausgegebene Band beginnt von dieser weit verbreiteten Prämisse, um zu enthüllen, wie internationale Organisationen Expertise in mehreren Bereichen der transnationalen Politikgestaltung erzeugen und einsetzen. Das Buch trägt zur Literatur über Wissensproduktion und -nutzung in der globalen Governance, die Rollen internationaler Organisationen und deren Einbettung in transnationale politischen Netzwerke bei. Eine seiner Stärken ist die Kombination von konzeptionellen Klarstellungen mit empirischer Analyse oder Veranschaulichung, die frische Einblicke darüber liefert, wie Expertise für internationale Organisationen von Bedeutung ist. Alle Beiträge wählen mehr oder weniger offen eine konstruktivistische meta-theoretische Perspektive, die instrumentelle Sichtweisen auf die Expertise internationaler Organisationen herausfordert, die nur die Politikgestaltung verbessern soll. Littoz-Monnet's Buch hebt zusätzliche politische Rationalitäten hinter den auf Expertise basierenden Ansprüchen internationaler Organisationen an die Herrschaftsautorität hervor, einschließlich symbolischer Aktionen, um Kompetenz gegenüber wichtigen Zielgruppen zu signalisieren und Unterstützung zu gewinnen. Die Untersuchung solcher epistemischen Dynamiken führt einen bemerkenswerten Trend in der globalen Governance-Forschung fort – von konstruktivistischen Studien zu internationalen Organisationen bis hin zur schnell wachsenden Literatur über transnationale Gemeinschaften, Berufe und Netzwerke.
Matthias Kranke (Do.) hat diese Frage untersucht.