Mineralokortikoidrezeptorblockade reduziert die Mortalität und die Inzidenz von Herzinsuffizienz bei Patienten mit systolischer linksventrikulärer Dysfunktion durch Mechanismen über die einfache Natriumausscheidung hinaus.
Überblick
Verbessert die Blockade des Mineralokortikoidrezeptors die Ergebnisse bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen?
Diese Übersicht hebt die pleiotropen Mechanismen der Blockade des Mineralokortikoidrezeptors über Natriurese hinaus hervor und unterstützt deren Wirksamkeit bei systolischer linksventrikulärer Dysfunktion und deutet auf Potenzial bei anderen kardiovaskulären Erkrankungen hin.
Die Blockade des Mineralokortikoidrezeptors (MR) ist wirksam bei der Reduktion der Gesamtsterblichkeit und der Inzidenz von Herzinsuffizienz bei Patienten mit systolischer linksventrikulärer Dysfunktion (SLVD), die mit chronischer Herzinsuffizienz oder nach Myokardinfarkt assoziiert ist. Präklinische und klinische Studien zur SLVD haben gezeigt, dass die MR-Blockade plötzlichen Herztod, linksventrikuläre Remodelierung, linksventrikuläre Hypertrophie, endotheliale Dysfunktion, autonomes Ungleichgewicht, Nierenfunktionsstörungen reduziert und die Fibrinolyse verbessert. Während die MR-Blockade die Natriumausscheidung fördert und die Kombination eines Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmers mit einem MR-Blocker nachweislich wirksamer ist als jedes für sich, um die Natriurese zu verursachen, ist es unwahrscheinlich, dass ihre vorteilhaften Effekte ausschließlich auf dieser Grundlage erklärt werden können. Es ist bekannt, dass Aldosteron eine Reihe nachteiliger Wirkungen hat, einschließlich Aktivierung anderer neurohumoraler Mediatoren, Stimulation aktiver reaktiver Sauerstoffspezies (ROS), Aktivierung der NF-κβ- und AP-1-Signalwege, vaskuläre Entzündung und Fibrose, myokardiale Hypertrophie, autonomes Ungleichgewicht und eine Abnahme der Fibrinolyse. Die MR-Blockade ist jedoch sowohl in Situationen mit als auch ohne Erhöhung des Serum-Aldosteronspiegels wirksam, da der MR sowohl durch Cortisol als auch durch Aldosteron besetzt und aktiviert werden kann. In Anbetracht dieser Mechanismen könnte die MR-Blockade eine wichtige Rolle nicht nur bei SLVD, sondern auch bei essenzieller Hypertonie mit normaler systolischer Funktion, diastolischer Herzinsuffizienz, Klappenherzerkrankungen, vaskulärer Versteifung im Alter, Progression von Nierenerkrankungen und Diabetes mellitus spielen. Diese Hypothese erfordert jedoch weitere prospektive Bewertungen.
Pitt et al. (Mon,) führten eine Übersicht über Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch. Die Mineralokortikoidrezeptorblockade wurde evaluiert. Die Mineralokortikoidrezeptorblockade reduziert die Mortalität und die Inzidenz von Herzinsuffizienz bei Patienten mit systolischer linksventrikulärer Dysfunktion durch Mechanismen über die einfache Natriumausscheidung hinaus.
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