Key points are not available for this paper at this time.
Diese Studie liefert ein Rahmenwerk zur Messung der Gesprächsdynamik zwischen Gesprächspartnern (Interlokutoren). Gespräche von 20 Paaren junger, normalhörender, dänischer Muttersprachler wurden sowohl in ruhiger Umgebung als auch bei Lärm (70 dBA Schalldruckpegel SPL) und in Dänisch sowie Englisch aufgezeichnet. Frühere Studien, die die Intervalle von dem Zeitpunkt, an dem ein Sprecher aufhört zu sprechen, bis zu dem Zeitpunkt, an dem der nächste beginnt, untersuchten, die als Floor-Transfer-Offsets (FTOs) bezeichnet werden, legen nahe, dass typisches Turn-Taking von den Interlokutoren verlangt, vorherzusagen, wann der aktuelle Sprecher seinen Vortrag beenden wird. Wir haben die Hypothese aufgestellt, dass das Hinzufügen von Lärm und/oder das Sprechen in einer Zweitsprache (L2) die Kommunikationsschwierigkeiten erhöhen und zu längeren und variableren FTOs führen würde. Der Median und der Interquartilsabstand der FTOs nahmen im Lärm leicht zu, und in L2 gab es eine kleine Erhöhung des Interquartilsabstandes, aber einen kleinen Rückgang des Medians der FTO-Dauer. Die Teilnehmer benötigten in beiden, L2 und Lärm, länger zur Erledigung der Aufgabe, was auf erhöhte Kommunikationsschwierigkeiten hinweist. Die durchschnittliche Dauer der interpausalen Einheiten, das heißt, Einheiten der zusammenhängenden Sprache, die von Pausen von 180 ms oder mehr umgeben sind, nahm im Lärm um 18 % und in L2 um 8 % zu. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Sprecher ihre Turn-Zeit länger hielten, was mehr Zeit für das Verständnis und die Planung der Sprache erlaubte. In L2 sprachen die Teilnehmer langsamer, und sowohl in L2 als auch im Lärm nahmen sie weniger Turns. Diese Verhaltensänderungen könnten einige der erhöhten Schwierigkeiten beim Kommunizieren in Lärm oder L2 ausgeglichen haben. Wir spekulieren, dass Sprecher die Aufrechterhaltung des Turn-Taking-Timings über andere sprachliche Maßnahmen priorisieren.
Sørensen et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: