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Die Diagnose und Behandlung von Insomnie basiert hauptsächlich auf der klinischen Anamnese. Allerdings stimmen die Selbstberichte der Patienten über Schlaf-Wach-Zeiten möglicherweise nicht mit objektiven Messungen überein. Wir haben die Hypothese aufgestellt, dass Personen mit flachem oder fragmentiertem Schlaf die Schlafmenge unterberichten würden und dass dies zu einem Teil der Diskrepanz beitragen könnte. Wir verglichen objektive und subjektive Schlaf-Wach-Zeiten von 277 Patienten, die eine diagnostische Polysomnographie durchliefen. Die Gruppe umfasste Personen mit Insomnie-Symptomen (n = 92), obstruktiver Schlafapnoe (n = 66) oder beidem (n = 119). Die Diskrepanz der Wachdauer war kontextabhängig: Alle drei Gruppen schätzten die Schlaflatenz zu hoch, berichteten jedoch von einer zu niedrigen Wachheit nach Schlafbeginn. Die Insomnie-Gruppe schätzte die gesamte Schlafzeit um einen Median von 81 Minuten zu niedrig ein. Entgegen unserer Hypothese korrelierten die Maße der Fragmentierung (N1, Arousal-Index, Schlafeffizienz usw.) jedoch nicht mit den subjektiven Schätzungen der Schlafdauer. Um eine mögliche Beziehung zwischen der Schlafarchitektur und der subjektiven Dauer aufzudecken, testeten wir drei Hypothesen: N1 wird als Wachheit wahrgenommen; Schlafepisoden unter 10 Minuten werden als Wachheit wahrgenommen; oder N1 und N2 werden in einer gewichtetem Weise wahrgenommen. Keine dieser Hypothesen zeigte ein Übereinstimmung zwischen subjektiver und objektiver Schlafdauer. Wir zeigen nur eine bescheidene Leistung eines Naïve-Bayes-Klassifikators zur Vorhersage von Diskrepanzen unter Verwendung klinischer und polysomnografischer Variablen. Die subjektiv-objektive Diskrepanz ist häufig bei Patienten, die Insomnie-Symptome berichten. Wir schließen daraus, dass die Diskrepanz nicht auf häufig gemessene polysomnographische Maße der Fragmentierung zurückzuführen war. Weitere Einblicke sind erforderlich, um die komplexen Beziehungen zwischen subjektiver Schlafwahrnehmung und konventionellen, objektiven Messungen zu verstehen.
Bianchi et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.
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