Key points are not available for this paper at this time.
Die mit IgM-monoklonaler Gammopathie und Anti-Myelin-assoziierten Glykoprotein (MAG)-Antikörpern assoziierte Polyneuropathie ist eine immunvermittelte demyelinisierende Neuropathie. Die Pathophysiologie dieser Erkrankung dürfte eine Ablagerung von Anti-MAG-Antikörpern auf den Myelinscheiden der peripheren Nerven umfassen und soll sich von der chronisch entzündlichen demyelinisierenden Neuropathie (CIDP), einer anderen immunvermittelten demyelinisierenden peripheren Neuropathie, unterscheiden. In dieser Serie haben wir retrospektiv klinische und laborchemische Befunde von 60 Patienten mit Polyneuropathie, IgM-Gammopathie und Anti-MAG-Antikörpern überprüft. Wir fanden, dass das klinische Bild bei diesen Patienten sehr variabel ist, was auf einen direkten Zusammenhang zwischen der monoklonalen Gammopathie und der Neuropathie hindeutet. Im Gegensatz dazu hatte ein Drittel der Patienten ein CIDP-ähnliches Phänotyp auf elektrophysiologischen Tests, was mit einem niedrigen Titer von Anti-MAG-Antikörpern und dem Fehlen einer Erweiterung der Myelinlamellen korreliert war. Unsere Daten deuten darauf hin, dass die mit Anti-MAG-Antikörpern assoziierte Polyneuropathie weniger homogen ist als zuvor angenommen und dass die Pathophysiologie der Erkrankung wahrscheinlich ebenfalls heterogen ist, wobei das Selbstantigen bei den meisten Patienten MAG, aber möglicherweise bei anderen ein anderer Bestandteil des Myelins ist.
Magy et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.