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Entscheidungen über Abzinsungssätze haben wichtige Auswirkungen auf die Ergebnisse wirtschaftlicher Bewertungen von Gesundheitsinterventionen und -richtlinien. Im globalen Gesundheitswesen wenden solche Bewertungen typischerweise einen Abzinsungssatz von 3% für gesundheitliche Ergebnisse und Kosten an, der den Leitlinien für einkommensstarke Länder, insbesondere den USA, entspricht. Der Artikel untersucht die Eignung dieser Richtlinien für das globale Gesundheitswesen, d.h. mit einem Fokus auf einkommensschwache und einkommensmittelreiche Länder (LMICs), und versucht, bewährte Praktiken zu identifizieren. Unsere Analyse basiert auf einer Übersicht der wissenschaftlichen Literatur zu Abzinsungen in Gesundheitsbewertungen, bestehenden wissenschaftlichen oder regierungsbezogenen Richtlinien zur Abzinsung, einem Überblick über angewandte Abzinsungssätze in wirtschaftlichen Bewertungen im globalen Gesundheitswesen und makroökonomischen Daten aus verschiedenen Ländern. Der sozial angewandte Abzinsungssatz von 3% jährlich im globalen Gesundheitswesen ist inkonsistent mit den Wachstumsraten der Wirtschaft, die außerhalb der fortgeschrittensten Volkswirtschaften zu beobachten sind. Für einkommensschwache und -mittelreiche Länder ist ein Abzinsungssatz von mindestens 5% angemessener, und etwa 4% für obermittelreiche Länder. Alternative Ansätze - z.B. motiviert durch die Renditen alternativer Investitionen oder durch die Finanzierungskosten - könnten abhängig vom politischen Kontext nützlich angewandt werden. Die aktuelle Praxis könnte zu systematischen Verzerrungen führen, die zukünftige Kosten und gesundheitliche Vorteile von Interventionen überbewerten. Für gesundheitliche Wirtschaftsbewertungen im globalen Gesundheitswesen müssen die Richtlinien zur Abzinsung angepasst werden, um die unterschiedlichen wirtschaftlichen Kontexte der LMICs zu berücksichtigen.
Haacker et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.